Fragen zu Servern, Terminalservern und Betrieb
Hier beantworten wir die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden. Steht Ihre Frage nicht dabei, rufen Sie uns einfach an.
Serverrollen, kurz erklärt
Welche Server gibt es in einem Unternehmen?
In den meisten mittelständischen Umgebungen kommen dieselben Rollen vor: ein Domaincontroller für Benutzer und Berechtigungen, ein Fileserver für die zentrale Dateiablage, ein Terminalserver für die Arbeitsplätze, ein Datenbankserver für die Fachanwendung, ein Applikationsserver für die Anwendung selbst, dazu Managementserver für Überwachung und Wartung und ein Backupserver für die Datensicherung. Nicht jedes Unternehmen braucht alle, und mehrere Rollen können auf einer Maschine liegen. Getrennt zu betreiben ist trotzdem meist die bessere Wahl, weil sich eine Störung dann nicht auf alles auswirkt.
Was ist ein Terminalserver?
Ein zentraler Server, auf dem Programme und Daten für viele Benutzer gleichzeitig laufen. Die Beschäftigten arbeiten in einer eigenen Sitzung auf dem Server, übertragen werden im Kern Bildschirmdarstellung sowie Tastatur- und Mauseingaben. Programme werden einmal zentral installiert statt auf jedem Rechner, und die Daten bleiben in der zentralen Umgebung.
Was ist ein Domaincontroller?
Der Server, auch Domänencontroller genannt, der die Benutzerkonten eines Unternehmens verwaltet. Er prüft bei der Anmeldung, wer jemand ist, und gibt die Gruppenzugehörigkeiten mit. Anhand derer entscheiden die Zielsysteme dann über den Zugriff. Unter Windows läuft darauf der Verzeichnisdienst Active Directory. Fällt er aus, brechen Anmeldung und Zugriff auf Freigaben weg, deshalb wird er in produktiven Umgebungen mehrfach ausgelegt.
Was ist Active Directory?
Der Verzeichnisdienst von Microsoft. Er hält Benutzer, Gruppen, Computer, Kennwortrichtlinien und Gruppenzugehörigkeiten an einer Stelle zusammen, statt sie auf jedem Gerät einzeln zu pflegen. Die Berechtigungen an Dateien und Anwendungen berufen sich darauf. Damit bleibt nachvollziehbar, wer auf welche Anwendungen und Daten zugreifen darf, und Änderungen greifen unternehmensweit, ohne dass jemand jedes Gerät anfassen muss.
Was ist ein Fileserver?
Der Server für die zentrale Dateiablage. Statt dass Dokumente auf einzelnen Arbeitsplatzrechnern liegen, wo sie niemand sichert und niemand findet, liegen sie an einer Stelle mit klaren Berechtigungen nach Abteilung, Standort oder Aufgabe. Das ist zugleich die Voraussetzung dafür, dass eine Datensicherung überhaupt alles Wichtige erfasst.
Was ist ein Datenbankserver?
Der Server, auf dem die Datenbank einer Fachanwendung läuft, etwa der Warenwirtschaft oder der Buchhaltung. Er wird oft von der Anwendung selbst getrennt betrieben, weil beide unterschiedliche Anforderungen an Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Sicherung haben und eine Trennung die Wartung vereinfacht.
Was macht ein Managementserver?
Er trägt den Betrieb selbst, nicht die Fachanwendung. Darauf laufen die Überwachung von Auslastung, Speicher und Diensten, die Verteilung von Aktualisierungen, die Verwaltung von Zertifikaten und die Dokumentation der Umgebung. Ohne diese Systeme merkt niemand, dass eine Platte voll läuft, bevor sie voll ist.
Betrieb im eigenen Rechenzentrum
Was ist Ecocore?
Das eigene Rechenzentrum und Betriebsmodell der Ecodatasystem GmbH. Wir stellen darauf Terminalserver, virtuelle Server, Verzeichnisdienste, Speicher und Geschäftsanwendungen bereit und betreuen die Umgebung laufend. Kunden bekommen keine nackte Rechenleistung, sondern eine geplante Umgebung mit einem verantwortlichen Ansprechpartner.
Wo werden die Systeme betrieben?
In Deutschland, in unserem eigenen Rechenzentrum. Kundendaten werden nicht ohne Abstimmung auf beliebige internationale Cloud-Standorte verteilt. Werden zusätzliche externe Dienste eingebunden, wird das bei der Planung offen berücksichtigt.
Was ist der Unterschied zwischen einem gemieteten Server und Managed IT Services?
Bei einem gemieteten Server bekommen Sie Rechenleistung und sind danach für alles selbst verantwortlich: Einrichtung, Aktualisierungen, Sicherheit, Datensicherung, Störungen. Bei Managed IT Services übernehmen wir den Betrieb. Der Unterschied zeigt sich nicht am ersten Tag, sondern beim ersten Problem.
Können bestehende Server umziehen?
In vielen Fällen ja, ob virtuell oder physisch. Vorab prüfen wir Betriebssystem, Anwendungen, Datenmengen, Lizenzen und Abhängigkeiten. Danach entstehen ein Migrationsplan, ein Testablauf und ein klarer Rückfallweg, bevor produktive Systeme wechseln.
Ist Hochverfügbarkeit dasselbe wie eine Datensicherung?
Nein, und diese Verwechslung ist teuer. Hochverfügbarkeit hält den Betrieb aufrecht, wenn Hardware ausfällt. Eine Datensicherung stellt einen älteren, unbeschädigten Stand wieder her. Wird eine Datei versehentlich gelöscht oder ein System verschlüsselt, hilft Hochverfügbarkeit nicht weiter, dann stehen die beschädigten Daten eben hochverfügbar bereit.
Zusammenarbeit und Kosten
Was kostet das?
Das hängt von Ihrer Umgebung ab, deshalb nennen wir keinen Listenpreis. Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme, entwickeln daraus gemeinsam ein Konzept, das zu Ihrem Betrieb passt, und sprechen erst danach über Kosten. Jedes Unternehmen arbeitet anders, und ein Preis vor dem Konzept wäre reine Schätzung.
Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Wir klären, welche Systeme heute vorhanden sind, welche Anwendungen gebraucht werden, wie viele Menschen damit arbeiten, welche Standorte angebunden werden müssen, welche Daten besonders geschützt werden müssen und welche Ausfallzeiten vertretbar sind. Daraus entsteht ein nachvollziehbarer Vorschlag statt eines Pakets, das auf Annahmen beruht.
Für welche Unternehmen eignet sich das?
Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, die verlässliche Serverdienste brauchen, aber kein eigenes Rechenzentrum und kein vollständiges IT-Team betreiben möchten. Wer weltweit verteilte Rechenzentrumsregionen, kurzfristig sehr große Kapazitäten oder ausschließlich unbetreute Rohleistung zum niedrigsten Preis sucht, ist bei einem anderen Modell besser aufgehoben. Das sagen wir dann auch.
Wer hilft bei einer Störung?
Ecodatasystem bleibt der technische Ansprechpartner. Bei einem Problem muss nicht erst geklärt werden, ob der Hardwarelieferant, der Softwarehersteller oder der Internetanbieter zuständig ist. Erreichbarkeit und Reaktionszeiten richten sich nach dem vereinbarten Betreuungsmodell und der Bedeutung der Systeme.
Ihre Frage steht nicht dabei?
Dann sprechen wir darüber. Eine Bestandsaufnahme zeigt schneller als jede Fragenliste, was zu Ihrem Unternehmen passt.